Das Leben nach dem Leben

Wir leben. Aber was kommt eigentlich danach? Was passiert mit unserer Seele und dem eigenen Ich, wenn der Körper bereits beerdigt ist und friedlich ruhen darf? Diese Fragen beschäftigen die Menschheit bereits seit ihren frühesten Anfängen. Antworten konnten darauf bislang nicht gegeben werden. Gerade deshalb erscheint ein Austausch zu diesem Thema jedoch sinnvoll.

Befinden wir uns auf einer ewigen Reise?

Häufig wird die These vertreten, dass unser Dasein auf der Erde lediglich eine Zwischenstation darstellen soll. Woher wir kommen und wohin wir gehen, bleibt indes unbeantwortet. So könnte es etwa möglich sein, dass wir nicht nur einmal leben, sondern wiederholt zu unterschiedlichen Epochen und in mannigfaltigen Gestalten auf der Erde wandeln. Ebenso wäre es denkbar, dass wir nach unserem irdischen Dasein eine höhere Form der Existenz annehmen. Wäre der Körper dabei als sterbliche Hülle auch vergänglich, so soll die Seele bei allen ihren Wanderungen durch Raum und Zeit unverändert bleiben.

In der Religion verwurzelt

Wie aber kommt der Mensch auf solche Gedanken? Ihren Ursprung besitzen viele der Thesen im Glauben. In allen Weltreligionen spielt die Frage einer möglichen Seelenwanderung eine wichtige Rolle. Erst im Ergebnis unterscheiden sich die jeweiligen Ausprägungen: Werden wir wiedergeboren, um in einem steten Rhythmus zu leben und zu sterben? Oder wird nach unserem Ableben das Gute mit dem Schlechten abgewogen, wodurch wir entweder in das Paradies oder in die Hölle gelangen? Ist es sogar möglich, einer Art Bewährungsprobe unterzogen zu werden, bei der wir begangene Fehler korrigieren dürfen? Doch die Antwort bleibt gleich: Noch wissen wir es nicht.

Gedanken an die Reinkarnation

Alleine das Wesen der Seele unterscheidet sich je nach religiöser Ausprägung des Betrachters. So gilt etwa im Hinduismus die Regel, dass wir mehrere Male wiedergeboren werden, ehe wir uns im Laufe der Zeit von allem Irdischen befreien – um in diesem Zustand in die Ewigkeit des Nirwana einzutreten. Anders dagegen der Buddhismus, bei dem sämtliche Taten ihre Auswirkungen auf ein späteres Leben zeitigen. Wer heute lebt, wurde demnach durch seine früheren Existenzen geprägt – begangene Fehler lasten schwer auf ihm, wogegen er im Guten von mancher Erfahrung und dem angehäuften Wissen vergangener Epochen profitieren kann.

Besteht die Hoffnung auf eine Weiterentwicklung?

Doch vielleicht ist es auch grundsätzlich falsch, die eigene Existenz streng nach den Zuständen des Lebens und des Todes zu unterteilen. Eventuell stellt das Sterben als Übergang zwischen beiden Stufen lediglich den Moment einer seelischen Weiterentwicklung dar. Demnach wäre der Tod also nichts, was wir fürchten müssten – sondern etwas, das uns Hoffnung und Zutrauen geben könnte. Doch auch hier gilt, dass wir eine Antwort zu Lebzeiten wohl nicht erhalten werden. Gerade deshalb ist es aber umso wichtiger, sich über dieses Thema auszutauschen. Wir würden uns jedenfalls über eine rege Diskussion und die unterschiedlichen Sichtweisen unserer Blog-Nutzer herzlich freuen.

Ein Kommentar zum “Das Leben nach dem Leben

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