Blogpost-Reihe Heilpflanzen: Pfefferminze

Liebe Blogleser/-innen, wir starten eine neue Blogpost-Reihe über verschiedene Heilpflanzen. Los geht es mit der Pfefferminze: Pfefferminze ist eine Heilpflanze, die von den meisten Menschen gar nicht als solche wahrgenommen wird. Vielmehr begegnet sie uns ständig im Alltag – egal, ob als leckeres Lutschbonbon oder als Zahnpflegekaugummi für zwischendurch. Trotzdem besitzt die Pflanze auch eine nicht zu unterschätzende heilende Wirkung, die sich vor allem im frisch aufgebrühten Tee zeigt.

Pfefferminze – eine Heilpflanze mit erfrischendem Aroma

Hierzulande unterscheiden wir lediglich zwischen wenigen Minze-Arten, darunter beispielsweise klassische Pfefferminze, Nana-Minze oder Japanische Minze. Doch insgesamt gibt es weltweit mehr als 2’000 verschiedene Arten, die auf unterschiedlichen Erdteilen gedeihen. Nicht erst seit gestern ist die heilende Wirkung der Pflanze mit dem charakteristischen frischen Geschmack bekannt – vor allem die Asiaten kennen und schätzen die Blätter und das darin enthaltene ätherische Öl schon seit Jahrtausenden. Insbesondere, wenn es sich um die sogenannte Echte Pfefferminze handelt, kann man von einer starken Heilkraft ausgehen. Diese Sorte ist eine relativ moderne Kreuzung, die man erstmals vor rund 300 Jahren aus unterschiedlichen Sorten heranzüchtete, heute aber sehr weit verbreitet ist. Der grosse Vorteil der Minze ist, dass sie keine besonderen Ansprüche an ihren Standort stellt – sie mag es jedoch am liebsten sonnig und mild.

Gesunde Pfefferminze: Die Inhaltsstoffe und deren Wirksamkeit

Minze ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen, die sich äusserst positiv auf unseren Körper auswirken können. Dazu zählen zum Beispiel starke ätherische Öle, wie unter anderem Menthol, welches der Minze ihren typischen Duft schenkt. Darüber hinaus sind auch diverse Bitterstoffe sowie Flavonoide in hoher Konzentration in den Blättern enthalten. Die Kombination dieser Wirkstoffe kann sich bei entsprechender Dosierung krampflindernd auf den Magen-Darm-Bereich auswirken und sogar Magenschmerzen wirksam lindern.

Ebenfalls häufig wird ätherisches Pfefferminzöl zur Behandlung von Erkältungsleiden eingenommen: Wird das Öl, geträufelt in heisses Wasser, als wohltuender Dampf inhaliert, hat dieses eine schleimlösende Wirkung auf die Atemwege. Selbst Migräne soll sich auf diese Weise wirkungsvoll behandeln lassen.

Anwendungsgebiete von Pfefferminze

Es gibt viele Leiden, bei denen Minze sich als natürlich wirksame Behandlung einsetzen lässt. Am häufigsten jedoch kommt die Pflanze mit den wertvollen ätherischen Ölen bei Beschwerden des Magen-Darm-Trakts zum Einsatz. Leidet man unter Krämpfen, sorgt Pfefferminze in Form von frisch aus Blättern aufgebrühtem Tee für eine schnelle Linderung und Beruhigung. Des Weiteren kann die Heilpflanze zur Linderung von Gallenbeschwerden beitragen, da die ätherischen Öle die körpereigene Produktion der Verdauungssäfte in Schwung bringen und somit auch mehr Gallensaft produziert wird. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass Pfefferminze eine antiseptische Wirkung aufweist und somit keimhemmend ist.

Bei Erkältungen gibt es kaum etwas Wohltuenderes als Heilprodukte mit Pfefferminze – seien es Tees, Salben, Hustenbonbons oder andere Arzneimittel. Pfefferminze gibt uns innerhalb weniger Sekunden das Gefühl, wieder frei durchatmen zu können. Tatsächlich ist es aber nicht das ätherische Öl selbst, das sich abschwellend auf unsere Nasenschleimhäute auswirkt. Vielmehr erhalten wir bei einer verstopften Nase eher das Gefühl, wieder durch diese atmen zu kommen, da das Menthol die Atemwege kühlt.

Wird Pfefferminzöl äusserlich angewandt, kann es eine wunderbar natürliche Wirkung gegen Kopfschmerzen mit sich bringen. Um ein Spannungsgefühl an den Schläfen oder hinter der Stirn zu lindern, empfiehlt es sich, vom Hausarzt eine Lösung aus Pfefferminzöl, welches aus der Echten Pfefferminze hergestellt wird, aufzutragen. Hierfür tupft man einfach wenige Tropfen der Tinktur auf die Stirn und Schläfen. Mittlerweile beweisen sogar wissenschaftliche Studien, dass sich Beschwerden auf diese Weise genauso wirksam lindern lassen wie Aspirin oder andere Schmerzmittel. Der Unterschied zu diesen ist jedoch, dass Minze einen rein natürlichen Ursprung hat und somit für die meisten Menschen besser verträglich ist.

Ein guter Tipp: Man sollte nicht gleich zu Menthol oder purem Pfefferminzöl in hoher Konzentration greifen, sondern stattdessen eine 10% Pfefferminzlösung verwenden. Mitunter kann der starke Effekt des ätherischen Öls ansonsten zu Hautreizungen führen.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten der Pfefferminze

Immer häufiger kommt Minze in kosmetischen Produkten zum Einsatz, wie beispielsweise zur Haarpflege oder auch als Lippenstift, der für einen frischen Geschmack sorgen soll. Als Mundwasser oder in Form von kühlendem Fussgel für den Sommer kennen wir es dagegen schon längst. Weiterhin gibt es natürlich zahlreiche Süssigkeiten, die mit Pfefferminze verfeinert wertden, darunter Lutschpastillen und Schokolade.

Häufig wird Pfefferminztee nicht aufgrund seiner heilenden Wirkung, sondern wegen seines leckeren, erfrischenden Geschmacks getrunken. Auch als Eistee schmeckt sie gekühlt hervorragend. Möchte man selbst Pfefferminztee aufbrühen, werden am besten frische, möglichst junge Blätter getrocknet und dann mit heissem Wasser aufgebrüht – diese enthalten das intensivste Aroma.

Dosierungshinweise zu Pfefferminze

Obgleich Minze auf unseren Körper eine heilende und sehr wohltuende Wirkung haben kann, gibt es empfohlene Höchstdosen seitens der Mediziner. Wird zu viel Pfefferminze auf einmal eingenommen, sind mitunter Magenschmerzen die unangenehme Folge. Nicht eingenommen werden sollte Pfefferminze darüber hinaus bei Leberbeschwerden sowie Gallenverschluss.

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