Blogpost-Reihe Feng Shui: Was ist Feng Shui?

Mit dem chinesischen Feng Shui, wörtlich übersetzt „Wind und Wasser“, versucht man die Umgebung, in der man wohnt, positiv zu gestalten. Dazu nutzt man die überall und allzeit präsente Lebensenergie Qi – die Kraft, die für die Chinesen überall in der Natur vorhanden ist. Qi ist im mehrere Tausend Jahre alten Daoismus die Energie, die nicht nur in menschlichen Meridianen fliesst, sondern sich auch in der Umgebung, im Wind und im Wasser bewegt und alles belebt.

Ein Einblick in die Geschichte des Feng Shui

Die jahrtausendealte Lehre des Feng Shui durfte in der Zeit der Kulturrevolution nicht praktiziert werden, da es nicht in Maos Konzept einer kommunistischen Gesellschaft passte. Dadurch ging in China selbst viel von diesem Wissensfundus verloren. Doch die Meister, die in andere Länder emigrieren mussten, trugen ihre Weisheit mit sich in die Welt. Von Asien aus verbreitete es sich auch über Amerika und Europa. Auch dort gab es bereits ähnliche Lehren, die sich mit den Energieströmen bestimmter Orte und den Einfluss auf den Menschen befassten. Allerdings gab es über dieses Geheimwissen kaum Aufzeichnungen, stattdessen verbreitete sich so die Lehre des Feng Shui.

Die Lehre des Feng Shui

Nach den Lehren des Feng Shui beeinflusst das Qi in unserem Umfeld unsere Lebensbedingungen und unsere Gesundheit. Ob wir Erfolg und Glück oder Misserfolg und Unglück erleiden, wird demnach von unserer Wohnumgebung mitbestimmt. Sowohl das Innere der Wohnung als auch die architektonischen und landschaftlichen Faktoren wirken sich auf unser Leben aus. Sie lassen sich teilweise beeinflussen und harmonisieren. Ein/e Feng Shui Berater/-in ist dafür zuständig, den Zustand der Wohnung und der Umgebung des Hauses zu bewerten und den Qi-Fluss zu harmonisieren.

Angestrebt wird ein Gleichgewicht zwischen den Yin- und den Yang-Aspekten im Wohnumfeld des Menschen. Diese Vorstellung stammt aus dem Daoismus und wurzelt in der Auffassung, dass alles im Universum auf zwei entgegengesetzten Polen beruht. Yin und Yang stehen für weich und hart, schwarz und weiss, süss und salzig, leise und laut, weiblich und männlich, passiv und aktiv. Sie sind keine Widersprüche, sondern nur extreme Ausprägungen desselben Prinzips. Wenn etwas zu stark überwiegt, dann versucht man es mit Feng Shui auszugleichen, indem man etwas vom gegensätzlichen Pol hinzufügt. So wird ein Ausgleich hergestellt, da die Extreme als ungesund und schädlich für das Leben angesehen werden.

Räume nach dem Feng Shui Prinzip einrichten

Um die Energien in einem Haus oder in der Wohnung für die Bewohner positiv zu lenken und zu beeinflussen, wird die Einrichtung verändert oder neu gestaltet. Auch in Geschäftshäusern und Büros kann das Prinzip angewandt werden, um den Erfolg und die Harmonie zu steigern. Besonders in internationalen Banken und Versicherungskonzernen wird dies bereits seit einiger Zeit praktiziert, vor allem in den USA und Grossbritannien. Feng Shui wirkt sich sowohl für Kunden als auch für Mitarbeitende positiv auf die Atmosphäre aus, sodass die Motivation und Leistungsbereitschaft sowie die Kundenzufriedenheit steigen.

Im Privatbereich soll ein harmonisches Umfeld Glück, Gesundheit und seelisches Wohlbefinden steigern, für gute Beziehungen und beruflichen Erfolg sorgen und Unheil abwenden. Dabei sollte die Wohnung so eingerichtet sein, dass sich die Menschen darin wohlfühlen. Zusätzlich werden die Gegenstände nach Feng Shui-Kriterien angeordnet und ausgerichtet. Das heisst, dass bestimmte Anordnungen sich auf die Situation der Menschen positiver auswirken als andere und bestimmte Farben die Energie und das Wohlbefinden steigern können.

Die Funktionalität der Räume bestimmt dabei, welche Elemente wie wirken und wie die Energie harmonisiert werden kann. In aktiven, Yang-betonten Wohnbereichen wie dem Arbeitszimmer oder dem Wohnzimmer sind beispielsweise eher anregende Farben günstig, in ruhigen (Yin-)Bereichen wie dem Schlafzimmer eher gedeckte Farben. Auch die Anordnung der Möbel wirkt harmonisierend oder auch störend auf den Energiefluss. Mit speziellen Elementen wie Spiegeln, Wasser oder Licht lässt sich der Energiefluss lenken und verstärken oder abschwächen. Ob eine Wohnung gemütlich wirkt, hängt noch von vielen weiteren Faktoren ab. Wichtig ist auch, dass Sie sich darin wohlfühlen und die Einrichtung Ihren Wünschen und Vorstellungen entspricht.

Daher wird vor der Vornahme von Veränderungen zunächst die Situation der Bewohner mit ihren Zielen, Wünschen und Problemen betrachtet. Was möchten Sie verändern? Wo fühlen Sie sich unwohl, wo am wohlsten? Wie steht es um die Beziehungen zwischen den Bewohnern? Gibt es finanzielle Verbesserungswünsche? Das alles kann mit Feng Shui beeinflusst werden. Möglicherweise sollten Räume getauscht werden, da die Energien dann besser wirken. Für welche Zwecke welche Teile der Wohnung geeignet sind, hängt auch von äusseren Energien ab, vom Licht und von der Himmelsrichtung. Wenn Sie sich in der Wohnung nicht gerne aufhalten, dann liegt es möglicherweise an einer energetischen Disharmonie, die sich leicht abstellen lässt.

Wenn Sie wissen, was Sie gerne verändern möchten und was Sie sich für die Zukunft für Ihr Leben wünschen, dann können Sie mit Feng Shui die äusseren Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich alles zum Positiven entwickelt. Richten Sie Ihre Wohnung nach Ihren Bedürfnissen ein und gestalten Sie Ihre Umgebung mit Hilfe der alten chinesischen Lehren, dann kann Ihre Wohnung eine ständige Quelle für Glück, Energie und Erfolg für Sie werden.

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